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Käse hat hierzulande eine lange Tradition.
Eine Tradition, die angesichts internationaler Spezialitäten oft in den Hintergrund rückt. Bei Loose sorgen wir dafür, dass deutsche Käsekultur lebendig bleibt. Wußten Sie, dass Sauermilchkäse die älteste deutsche Käseart ist?
Bereits in prähistorischer Zeit lässt sich anhand von Gerätefunden die Käseerzeugung nachweisen. Man nimmt an, dass unabhängig voneinander in allen Kulturkreisen bei der Umstellung von der Jäger- und Sammlerperiode auf Ackerbau- und Viehhaltung der Käse als Nahrungsmittel entdeckt wurde. Es darf vermutet werden, dass schon die Menschen der jüngeren Altsteinzeit, also etwa 120.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, Käse für Notzeiten und als Wintervorrat einlagerten. Sie entdeckten, dass neben dem Höhlenfeuer gelagerte Milch dick wurde. In den letzten 12.000 Jahren verfeinerten sich dann innerhalb der einzelnen Volksgruppen die Käseherstellungsmethoden, womit die Voraussetzung für verschiedene Sorten gegeben war. Das erste Mal taucht deutscher Käse in der Geschichtsschreibung vermutlich knapp 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung bei dem römischen Historiker Tacitus auf. In seinem Opus „Germania“ beschreibt er die Essgewohnheiten der „wilden“ Germanen, die sich unter anderem „lac concretum“ ernähren, fester Milch bzw. Quark. Auf gewerblicher Ebene wurden die ersten Käse dieser Art Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt. Sauermilchkäse ist die älteste deutsche Käsesorte und zugleich die einfachste Art, Milch über Quark in Käse zu verwandeln.
Quellen: „Die Entdeckung einer neuen Landschaft“, „Handkäs’ Kompositionen – delikat, exotisch, elegant“
Gérard Depardieu ist Botschafter deutscher Käsekultur.
Wir von Loose sind überzeugt, dass unser Käse den internationalen Vergleich mit anderen Käsesorten nicht zu scheuen braucht. Da ehrt es uns natürlich ganz besonders, wenn sich einer der bekanntesten Feinschmecker Frankreichs für die deutsche Käsetradition stark macht. Der beliebte französische Schauspieler und bekennende Gourmet Gérard Depardieu hat sich der Mission verschrieben, den Deutschen eine ihrer ältesten Käsesorten wieder näherzubringen. Begeistert vom Geschmack und den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten unseres Käses, entwickelte er mit seinem Chefkoch Laurent Audiot aus dem gemeinsamen Restaurant „La Fontaine Gaillon“ in Paris ein eigenes Rezept mit dem klangvollen Namen „Käse-Rendezvous à la Gérard“. Als Genussexperte mag Gérard Depardieu guten Wein und die bodenständige Küche. Deshalb wählte er auch für sein Rezept einfache Zutaten wie Tomaten, Brot und Schinken. Die Kombination von Sauermilchkäse mit feinen Ölen und frischen Tomaten ist eine ganz neue, überraschende Variation des Loose-Käses.
Zitat Gérard Depardieu aus dem Interview vom 25.Januar 2010:
„Ein ganz wichtiger Aspekt, der in Frankreich nicht so verbreitet ist, ist, dass man diesen Käse wunderbar kombinieren kann.“„Deutschland hat eine reiche Käsetradition, hat seine eigenen Produkte, hat seine eigenen Käsesorten.“

“Sauermilchkäse hat sich in verschiedenen Regionen Deutschlands immer weiter entwickelt und so auch seine vielen Facetten und Bezeichnungen erhalten:
Harzer Roller:
Eine Spezialität mit Rotschmierekulturen aus der Umgebung von Hildesheim. Harzer Roller ist eigentlich die Bezeichnung einer im Oberharz gezüchteten Rasse des Kanarienvogels. Da dieser Käse zu kleinen Talern aneinandergereiht in einer Rolle verpackt und verkauft wurde, erhielt er wohl im Volksmund den gleichen Namen.
Olmützer Quargel:
Ein pikanter Sauermilchkäse, der schon im 11. Jahrhundert den Bischof von Olmütz (Mähren) in Begeisterung versetzte. Auch heute ist er noch eine Spezialität mit Rotschmierekulturen sowohl in der Tschechischen Republik als auch in Deutschland und Österreich.
Mainzer Käse:
Wurde 1820 von einer Bäuerin in Groß-Gerau erfunden und auf dem Wochenmarkt zu Mainz verkauft. Auch er ist ein Sauermilchkäse mit Rotschmierekulturen.
Korbkäse:
Diese historische Bezeichnung kommt daher, weil Sauermilchkäse ursprünglich in kleinen Körbchen hergestellt und darin zu Markte getragen wurde. Noch heute werden Sauermilchkäse mit einer runden Talerform als Korbkäse bezeichnet.
Bauernhandkäse:
Der Milde mit dem kräftigen Duft wird seit Mitte der 80er-Jahre in der Wetterau nach Hausmacher Art produziert. Heute hat jede Käserei ihr eigenes „Hausmacher“-Rezept.
Handkäse:
Weil früher der Quark mit der Hand zu kleinen Talern geformt wurde, entstand der Begriff Handkäse. Welcher auch heute noch eine Vielzahl von Sauermilchkäse-Produkten schmückt.
